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DHI Hypnoseausbildung · Stufe 2

Stufe 2: Analytische Hypnose und Nautilus-Code

Stufe 2 führt von der sicheren Anwendung in die offene Prozessarbeit: Der Hypnotiseur gibt Struktur und Sicherheit – Wahrnehmung, Bedeutung und Lösung entstehen beim Klienten.

Ausführlich dargestellt sind analytische Grundhaltung, Nautilus-Code N1–N4, N3-Werkzeuge, Praxisübungen und ethische Grenzen.

Tagesablauf und Inhalte
DHI Stufe 2: Analytische Hypnose, Nautilus-Code und strukturierte Prozessführung
DHI Stufe 2: Analytische Hypnose, Nautilus-Code und strukturierte Prozessführung

Fachliche Einordnung

Überblick über die Ausbildungsstufe

Die Eckdaten beziehen sich auf den fachlichen Umfang. DHI 1.0 Vollpräsenz und DHI 2.0 Live-Hybrid vermitteln dieselben Kompetenzen; die organisatorische Verteilung unterscheidet sich.

Fachlicher Umfang3 intensive UnterrichtstageAnalytische Hypnose und Prozessführung
VoraussetzungKompetenzen der Stufe 1Sicherer Sitzungsaufbau wird vorausgesetzt
Praxis3 aufbauende AnalyseübungenRessource, Nautilus-Code und N3-Werkzeuge
AbschlussHypnoseBachelor DHIinstitutsinterne Qualifikationsbezeichnung
Öffentliche Curriculumdarstellung zur Vorlage bei Beratungsstellen, Jobcenter, Arbeitsagentur, Arbeitgebern und anderen Kostenträgern.

Die Seite beschreibt Lernziele, Unterrichtsblöcke und Übungen detailliert, ohne urheberrechtlich geschützte vollständige Suggestionstexte oder personalisierte Seminarunterlagen zu veröffentlichen.

Stand: 10.08.2026Ausbildungsanbieter: Deutsches HypnoseinstitutFachliche Leitung: Lars Gutzeit

Didaktischer Auftrag

Den Prozess führen, ohne die Lösung zu bestimmen

Stufe 2 erweitert das sichere Grundhandwerk um analytische Hypnose. Struktur und Sicherheit kommen vom Hypnotiseur; Wahrnehmung, Bedeutung und konkrete Verbesserung entstehen beim Klienten.

Die zentrale Veränderung gegenüber Stufe 1

Während ein Anwendungstext einen klaren Rahmen vorgibt, bleibt die analytische Hypnose inhaltlich offen. Der Hypnotiseur steuert Reihenfolge, Fragen und Übergänge, nicht die Antwort.

Offene Fragen, ausreichende Wartezeiten und eine präzise Trennung zwischen Prozessführung und eigener Deutung werden deshalb besonders trainiert. Aktuelle Auftragssituation, frühere passende Erlebnisse, klienteneigene Verbesserung und realistische Zukunftsübertragung werden miteinander verbunden.

Der Nautilus-Code bietet die Landkarte: N1 aktuelle Situation und Gefühl, N2 passende frühere Situation, N3 klienteneigene Verbesserung, N4 positive und realistische Zukunft.

Nach Stufe 2 sollen Teilnehmende …

  • analytische Hypnose von rein suggestiver Anwendung unterscheiden.
  • offene, nicht lenkende Fragen stellen und ausreichend warten.
  • den Nautilus-Code N1 bis N4 strukturiert anwenden.
  • Ressourcen-, Vergangenheits- und Zukunftsanalysen einordnen.
  • N3-Werkzeuge anbieten, ohne eine eigene Lösung vorzugeben.
  • innere Bilder, Anteile und Gegenstände klientenzentriert bearbeiten.
  • Analyseergebnisse in den Worten des Klienten verdichten.
  • eine vollständige analytische Sitzung planen und abschließen.

Unterrichtschronologie

Die Inhalte der drei Ausbildungstage

Jeder Tag erweitert die Prozesskompetenz: erst positive Ressourcen und Zukunft, dann der vollständige Nautilus-Code, schließlich ein breiter Werkzeugkasten für klienteneigene Verbesserungen.

1

Analytische Grundhaltung und Ressourcen

Leicht, offen und ressourcenorientiert in die Analyse einsteigen

Unterrichts- und Demonstrationsblöcke

  • Wiederholung der handwerklichen Grundlagen aus Stufe 1: Einleitung, Fraktionierung, Ausleitung und sichere Kommunikation.
  • Definition und Ziel analytischer Hypnose; Chancen, Risiken und fachliche Grenzen von Erinnerungs- und Zukunftsarbeit.
  • Analytische Grundhaltung: Der Klient macht die Analyse, findet die Bedeutung und entwickelt die Lösung.
  • Offene Frageformen zu Wahrnehmung, Gefühl, Beteiligten, Botschaft, Bedarf, Nutzen und Zukunft.
  • Auftragsklärung und Trennung von aktueller Situation, Gefühl, Ziel und möglicher Funktion des Problems.
  • Hypno-Startup und ressourcenorientierter Blockadenlöser „Kokon“ als ruhiger Einstieg.
  • Progressive Analysen in die Zukunft: Wegefindung, perfekte Zukunft und realistische Zielbilder.
  • Positive Kurzzeiterinnerung, Wiedererkennen des guten Gefühls und Übertragung in eine passende Zukunft.
Kompetenzergebnis

Eine leichte Ressourcenanalyse kann offen geführt, positiv beendet und in einen Zukunftsbezug übertragen werden.

Praxis-/Transferauftrag

Partnerübung mit Hypno-Startup/Kokon, positiver Erinnerung, offenen Fragen, N4 und sauberer Ausleitung.

2

Nautilus-Code N1 bis N4

Aktuelle Situation, frühere Gefühlsquelle, Verbesserung und Zukunft verbinden

Unterrichts- und Demonstrationsblöcke

  • Aufgaben analytischer Einleitungen: mittlere Trance, Erinnerungszugang, Sinneswahrnehmung und Ressourcenaktivierung.
  • Multifunktionseinleitung „Gehirnjogger“ mit wechselnden Wahrnehmungs-, Erinnerungs- und Denkaufgaben.
  • N1: aktuelle Auftragssituation, Gefühl, Auslöser und Intensität konkret erfassen.
  • N2: frühere Situation mit vergleichbarer Gefühlsqualität suchen, ohne eine bestimmte Ursache zu behaupten.
  • N3: Verbesserung ausschließlich vom Klienten entwickeln lassen; Hypnotiseur stellt Fragen und bietet Suchräume an.
  • N4: Erkenntnis, Nutzen, mögliche Nachteile und realistische Umsetzung in der Zukunft überprüfen.
  • Zusammenhang von psychodynamischer Erkenntnis, Gegenwartsbezug und posthypnotischer Suggestion.
  • Vollständiger klassischer Nautilus-Durchlauf mit Ergebnisverdichtung, Suggestion und Ausleitung.
Kompetenzergebnis

Der Nautilus-Code kann in vier klaren Schritten geführt werden, ohne die Lösung inhaltlich vorzugeben.

Praxis-/Transferauftrag

Vollständiger N1–N4-Durchlauf in Partnerarbeit; Fragen, Wartezeiten, Ergebnisprüfung und N4 werden anschließend ausgewertet.

3

N3-Werkzeuge, Anwendungen und Transfer

Klienteneigene Verbesserungen differenzieren und in vollständige Sitzungen integrieren

Unterrichts- und Demonstrationsblöcke

  • N3-Werkzeuge: 180-Grad-Technik, gegenteilige Handlungen und Gefühle, Vorbilder, hilfreiche Farben, Anker, Selbsttröstung und Selbstumarmung.
  • Innere Instanzen: Berater, Weiser, Heiler oder Helfer finden, befragen und als Ressource wieder auffindbar machen.
  • Innere Anteile und inneres Kind wahrnehmen, befragen, unterstützen und in die Gesamtpersönlichkeit einordnen.
  • Innere Vergegenständlichung: Gefühl oder Symptom als Gegenstand, Person, Tier oder anderes Sinnbild beschreiben und klienteneigen verändern.
  • Analyseergebnis zusammenfassen, vom Klienten prüfen lassen und in eine kurze oder längere Abschluss-Suggestion überführen.
  • Integration in häufige Aufträge: Raucherentwöhnung, Gewichtsreduktion, Trauer, Selbstbewusstsein, Liebeskummer, Schlaf, Sport und frei formulierte Themen.
  • Hypnospathische Ethik: keine eigene Wahrheit, keine unerkannte Fremdlösung, keine Suggestion gegen den Klientenwillen.
  • Planung weiterer Übung, fachlicher Support und Vorbereitung auf die komplexen Anwendungsfelder der Stufe 3.
Kompetenzergebnis

Analytische Werkzeuge können passend ausgewählt, klientenzentriert geführt und mit Suggestion, Ausleitung und Alltagstransfer verbunden werden.

Praxis-/Transferauftrag

Freie Analyse beziehungsweise gezielte N3-Werkzeuganwendung mit vollständigem Transfer in N4 und reflektierter Methodenwahl.

Praxisanteile

Drei aufeinander aufbauende Analyseübungen

Die Übungen steigern Komplexität und Eigenständigkeit. Sie beginnen bewusst mit einer positiven Erinnerung und führen erst danach in vollständige Ursachen- und Verbesserungsanalysen.

Praxis 1

Ressourcenorientierte Analyse

Positive Kurzzeiterinnerung, Gefühl, Wiedererkennungsmerkmale und passende Zukunftsanwendung werden mit Hypno-Startup und Kokon erarbeitet.

Praxis 2

Nautilus-Code N1–N4

Aktuelles Gefühl, frühere passende Situation, klienteneigene Verbesserung und realistische Zukunft werden als vollständiger Prozess geführt.

Praxis 3

N3-Werkzeug und freie Analyse

Innere Instanz, Anteil, Sinnbild, Gegenstand oder andere passende Ressource wird angeboten und ausschließlich vom Klienten ausgestaltet.

Transfer

Analyseergebnis als Suggestion

Das Ergebnis wird in den Worten des Klienten zusammengefasst, geprüft, verdichtet und in einen vollständigen Sitzungsabschluss integriert.

Nautilus-Code im DHI-Unterricht
Der Nautilus-Code ist Prozessstruktur, nicht Deutungsschablone.
Die vier Schritte schaffen Orientierung; Inhalt, Bedeutung und Lösung bleiben beim Klienten.

Öffentliches Curriculum

Inhaltsverzeichnis der Stufe 2

Die Übersicht verbindet Unterrichtsinhalt und Kompetenzziel und kann als detaillierter Nachweis für Beratung, Förderung oder berufliche Einordnung ausgedruckt werden.

LernbereichUnterrichtsinhaltKompetenzziel
VoraussetzungGrundwissen aus Stufe 1Einleitungen, Fraktionierung, Ausleitung und sicherer Sitzungsaufbau werden als handwerkliches Fundament vorausgesetzt.
GrundhaltungAnalytische HypnoseNicht die Lösung liefern, sondern einen sicheren Prozess führen, in dem der Klient eigene Wahrnehmungen und Lösungen entwickelt.
GrundhaltungOffene FragenWahrnehmung, Gefühl, Bedeutung, Bedarf und Zukunft mit nicht suggestiven Fragen erkunden.
GrundhaltungKlienteneigene WahrheitEigene Deutungen und Ratschläge zurückhalten; Aussagen des Klienten respektieren und fachlich rahmen.
AuftragsklärungZiel und N1Aktuelle Auftragssituation, Gefühl, Auslöser und gewünschte Veränderung konkret benennen.
RessourcenPositive KurzzeiterinnerungEin positives Gefühl erkennen, wiedererkennbar beschreiben und für eine passende Zukunft nutzbar machen.
EinleitungHypno-StartupAnalytische Arbeit ruhig beginnen und den Klienten auf innere Wahrnehmung vorbereiten.
EinleitungKokon / BlockadenlösungBelastungen symbolisch lösen und einen ressourcenorientierten Start ermöglichen.
EinleitungGehirnjoggerMehrere Wahrnehmungs- und Denkbereiche aktivieren, um mittlere Trance, Erinnerung und differenzierte Wahrnehmung zu unterstützen.
AnalyseProgressive Analyse N4Zukunftssituationen, Wege und mögliche Zielbilder untersuchen, ohne eine Lösung vorzugeben.
AnalyseWegefindungEntscheidungswege und nächste Schritte bildhaft beziehungsweise in Trance prüfen.
Nautilus-CodeN1 – aktuelle SituationDas relevante aktuelle Gefühl und den konkreten Auftrag erfassen.
Nautilus-CodeN2 – passende frühere SituationEine frühere Situation mit vergleichbarer Gefühlsqualität sicher und ergebnisoffen untersuchen.
Nautilus-CodeN3 – klienteneigene VerbesserungDen Klienten selbst erkennen lassen, was im damaligen Erleben anders oder hilfreicher gewesen wäre.
Nautilus-CodeN4 – positive ZukunftErkenntnisse realistisch auf zukünftiges Verhalten, Nutzen, Nachteile und Umsetzung übertragen.
N3-Werkzeuge180-Grad-TechnikGegenteilige Handlungs-, Denk- oder Gefühlsoptionen als Suchraum anbieten, ohne das Ergebnis vorzugeben.
N3-WerkzeugeVorbilder und PerspektivenHilfreiche Vorbilder, Außenperspektiven und alternative Rollen klienteneigen einsetzen.
N3-WerkzeugeFarben, Anker und RessourcenPositive Wahrnehmungen und selbst gefundene Ressourcen als Verbesserungselemente nutzen.
N3-WerkzeugeInnerer Berater / Weiser / HelferEine klienteneigene innere Instanz finden, befragen und als wieder auffindbare Ressource verankern.
N3-WerkzeugeInneres Kind und TeilearbeitInnere Anteile behutsam wahrnehmen, befragen und klienteneigen integrieren.
N3-WerkzeugeInnere VergegenständlichungGefühle oder Symptome als Gegenstand beziehungsweise Sinnbild beschreiben und verändern lassen.
SuggestionAnalyseergebnis verdichtenErkannte Lösung in den Worten des Klienten zusammenfassen, prüfen und als kurze oder längere Suggestion formulieren.
AnwendungRaucherentwöhnung und GewichtsreduktionVorgespräch, Hauptsitzung und Nachbesserung um analytische Elemente und klienteneigene Alternativen erweitern.
AnwendungTrauer, Selbstbewusstsein, LiebeskummerAnwendungsbeispiele methodisch einordnen und immer an Auftrag, Befugnis und Klientenressourcen binden.
AnwendungSchlaf, Sport und Thema XSuggestion und analytische Arbeit passend zum Auftrag kombinieren und Grenzen beachten.
EthikHypnospathische GrundsätzeKeine eigenen Wahrheiten, keine ungeprüften Ratschläge, keine fremden Lösungen und keine Suggestion gegen den Klientenwillen.
PraxisRessourcenanalyseEine positive, leichte Analyseübung vollständig durchführen und auswerten.
PraxisKlassischer Nautilus-CodeN1 bis N4 sicher führen, Fragen offen halten und die Lösung beim Klienten belassen.
PraxisFreie Analyse / N3-WerkzeugeAus mehreren Werkzeugen das passende Angebot auswählen und das Ergebnis in den Alltag übertragen.
TransferSitzungsplanungEinleitung, Analyseweg, Ergebnisverdichtung, Suggestion, Ausleitung und Nachgespräch zu einem professionellen Ablauf verbinden.

Sicherheit, Ethik und Grenzen

Analytische Arbeit verlangt mehr Zurückhaltung – nicht mehr Deutung

Erinnerungen, innere Bilder und Tranceaussagen werden als subjektives Erleben behandelt. Sie sind keine automatisch objektive Wahrheit, Diagnose oder Beweisführung.

Keine Ursache behaupten

Eine frühere Szene wird nur dann bearbeitet, wenn sie vom Klienten selbst auftaucht und zur Gefühlsqualität passt. Der Hypnotiseur legt keine Ursache nahe.

Keine Lösung vorgeben

N3 entsteht beim Klienten. Werkzeuge werden als Optionen angeboten; sie werden nicht als vermeintlich richtige Antwort eingesetzt.

Ergebnis prüfen

Erkenntnisse werden zusammengefasst, vom Klienten korrigiert und erst danach in eine Suggestion überführt. N4 prüft Realismus, Nutzen und mögliche Nachteile.

Befugnis und Weiterverweisung

Therapeutische und medizinische Aufträge setzen die jeweilige rechtliche Befugnis voraus. Bei akuter Krise oder Abklärungsbedarf wird nicht eigenmächtig weitergearbeitet.

Hinweis zur Abschlussbezeichnung: „HypnoseBachelor DHI“ ist eine institutsinterne Qualifikationsbezeichnung und kein akademischer Bachelorgrad. Sie dokumentiert den Abschluss der DHI-Grundausbildung Stufe 1 und Stufe 2.

Organisation der Ausbildung

Welche Ausbildungsform passt zu Ihnen?

Curriculum, fachliche Leitung und Kompetenzziele sind gleich. Unterschiedlich ist, ob Theorie und Praxis zusammenhängend vor Ort oder als Live-Online-Unterricht mit separatem Praxisteil organisiert werden.

DHI Vollpräsenzunterricht
DHI 1.0 Vollpräsenz

Stufe 1 und 2 kompakt vor Ort

Demonstration, Übung und Auswertung folgen direkt aufeinander. Der komplette Grundausbildungsweg wird als zusammenhängender Präsenzblock vermittelt.

  • direkte Arbeit in der Seminargruppe
  • unmittelbares Feedback bei den Analyseübungen
  • konzentrierter Abschluss der Grundausbildung
Vollpräsenz ansehen
DHI Live-Hybrid-Unterricht
DHI 2.0 Live-Hybrid

Live-Theorie und separater Praxisteil

Die Theorie wird live online mit Rückfragen unterrichtet. Analyseübungen, Rückmeldung und Zertifizierung werden an Präsenz-Übungstagen vertieft.

  • persönlicher Live-Unterricht statt Selbstlernvideo
  • mehr zeitlicher Abstand für Reflexion und Transfer
  • Praxistage vor Ort als verbindlicher Bestandteil
Live-Hybrid ansehen