Deutsches Hypnoseinstitut · Sandgasse 23 · 63739 Aschaffenburg ☎ 06021 920 8003 WhatsApp 0151 544 344 70

DHI Hypnoseausbildung · Stufe 1

Stufe 1: Grundlagen für sichere Hypnosearbeit

Von Tranceverständnis und Rapport über Einleitung, Vertiefung und Ausleitung bis zur ersten vollständig geführten Sitzung: Stufe 1 legt das handwerkliche Fundament.

Die Seite beschreibt didaktischen Auftrag, Tageschronologie, Übungen und öffentliches Curriculum ausführlich und druckbar.

Tagesablauf und Inhalte
DHI Stufe 1: Grundlagen, Demonstration und angeleitete Praxis im persönlichen Unterricht
DHI Stufe 1: Grundlagen, Demonstration und angeleitete Praxis im persönlichen Unterricht

Fachliche Einordnung

Überblick über die Ausbildungsstufe

Die Eckdaten beziehen sich auf den fachlichen Umfang. DHI 1.0 Vollpräsenz und DHI 2.0 Live-Hybrid vermitteln dieselben Kompetenzen; die organisatorische Verteilung unterscheidet sich.

Fachlicher Umfang2 intensive UnterrichtstageGrundlagen und vollständige erste Sitzungsabläufe
ZugangKein Hypnosevorwissen erforderlichBerufliche Befugnisse werden dadurch nicht ersetzt
Praxis2 zentrale vollständige Übungenergänzt durch technische Kurztrainings
AbschlussZertifizierter Hypnotiseur DHIinstitutsinterne Qualifikationsbezeichnung
Öffentliche Curriculumdarstellung zur Vorlage bei Beratungsstellen, Jobcenter, Arbeitsagentur, Arbeitgebern und anderen Kostenträgern.

Die Seite beschreibt Lernziele, Unterrichtsblöcke und Übungen detailliert, ohne urheberrechtlich geschützte vollständige Suggestionstexte oder personalisierte Seminarunterlagen zu veröffentlichen.

Stand: 10.08.2026Ausbildungsanbieter: Deutsches HypnoseinstitutFachliche Leitung: Lars Gutzeit

Didaktischer Auftrag

Von der Theorie zur ersten sicher geführten Sitzung

Stufe 1 vermittelt keinen Trickkatalog, sondern einen belastbaren, wiederholbaren Grundablauf. Sicherheit entsteht durch klare Reihenfolge, Beobachtung, Kommunikation und Übung.

Der Ausbildungsauftrag

Die Teilnehmenden lernen zunächst, Hypnose und Trance fachlich einzuordnen und dem Klienten verständlich zu erklären. Darauf bauen Rapport, Beobachtung, Einleitung, Vertiefung, Anwendung, Ergebnisstabilisierung und Ausleitung auf.

Die Chronologie ist bewusst handwerklich: Zuerst werden Rahmen, Grenzen und Vorbereitung geklärt. Danach werden einzelne Techniken demonstriert und in kleinen Schritten erprobt. Erst anschließend führen die Teilnehmenden vollständige Übungssitzungen durch.

Unsicherheit wird nicht mit mehr Druck oder möglichst tiefer Trance beantwortet. Stattdessen werden klare Kommunikation, Fraktionierung, ruhiges Beobachten und eine vollständige Ausleitung trainiert.

Nach Stufe 1 sollen Teilnehmende …

  • Hypnose, Trance, Suggestion und Rapport verständlich erklären.
  • Auftrag, Grenzen und Rahmenbedingungen vor einer Sitzung klären.
  • mögliche Trancezeichen beobachten, ohne sie überzubewerten.
  • mehrere grundlegende Einleitungsformen unterscheiden.
  • Fraktionierung als Sicherheits- und Steuerungsinstrument einsetzen.
  • eine Sitzung vom Vorgespräch bis zum Nachgespräch strukturieren.
  • eine erste vollständige Standardsitzung selbst durchführen.
  • Störungen ruhig bearbeiten und jede Sitzung sauber beenden.

Unterrichtschronologie

Die Inhalte der beiden Ausbildungstage

Die Darstellung folgt der fachlichen Reihenfolge der Präsentation und der beiden zentralen Praxisübungen. Fragen, Demonstrationen und Rückmeldeschleifen sind in die jeweiligen Blöcke integriert.

1

Grundlagen und erste vollständige Sitzung

Verstehen, beobachten, einleiten und sicher ausleiten

Unterrichts- und Demonstrationsblöcke

  • Begriffe Hypnose, Trance und Suggestibilität; freiwillige Zusammenarbeit statt Kontrollverlust.
  • Auftrag, Verantwortung, Kontraindikationen, fachliche Grenzen und sichere Übungsbedingungen.
  • Rapportaufbau über Kompetenz, Empathie, Sympathie, klare Sprache und verlässliche Absprachen.
  • Mögliche Trancezeichen wie Atmung, Gesichtsausdruck, Augenbewegungen, Schlucken und Bewegungsveränderungen.
  • Hypnosetests beziehungsweise Convincer als Beobachtungs- und Einleitungselemente, nicht als Show.
  • Blickfixation, Entspannungseinleitung, erste Fraktionierung und sinnvolles Einbeziehen von Geräuschen.
  • Grundstruktur einer Sitzung: Vorgespräch, Einleitung, Bridge-In, Anwendung, Suggestion, Bridge-Out, Ausleitung und Nachgespräch.
  • Zentrale Praxisübung „Vertrauensbildende Maßnahme“ mit Vorbereitung, Einleitung, Blockadenlösung, sicherem Ort und vollständiger Ausleitung.
Kompetenzergebnis

Eine erste Sitzung kann in klarer Reihenfolge vorbereitet, durchgeführt und sicher beendet werden.

Praxis-/Transferauftrag

Vollständige Partnerübung mit Rollenwechsel, strukturierter Rückmeldung und kurzer Fehleranalyse.

2

Anwendung, Suggestion und Transfer

Mit Texten arbeiten, Ergebnisse stabilisieren und komplette Abläufe führen

Unterrichts- und Demonstrationsblöcke

  • Wiederholung der Sicherheitslogik: Auftrag klären, Trance passend halten, bei Abweichungen fraktionieren und nicht vorschnell abbrechen.
  • Hypnosestimme, Betonung, Tempo, Pausen und glaubwürdiges Sprechen; Entwicklung einer eigenen professionellen Sprechweise.
  • Bridge-In und Bridge-Out als Übergänge zwischen Einleitung, Anwendung und Ausleitung.
  • Normal-, Schnell- und Scheinausleitung sowie Vorgehen, wenn ein Klient nicht unmittelbar die Augen öffnet.
  • Suggestionen und Anwendungstexte: Aufbau, verständliche Sprache, Zustimmung, vollständiges Lesen versus fachgerechtes Kürzen.
  • Komplette Übung mit einem klar umrissenen Thema aus dem Bereich Selbstbewusstsein beziehungsweise „Thema X“.
  • Einordnung häufig nachgefragter Anwendungsfelder wie Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion einschließlich Vorgespräch, Hauptsitzung, möglicher Nachbesserung und Grenzen.
  • Übungswechsel, Feedback, Fehleranalyse, weiterer Trainingsbedarf und Vorbereitung auf die analytische Stufe 2.
Kompetenzergebnis

Teilnehmende können eine vollständige textgestützte Sitzung mit Einleitung, Anwendung, Suggestion und Ausleitung strukturiert führen.

Praxis-/Transferauftrag

Anwendungstext im vollständigen Sitzungsrahmen führen, Ergebnis stabilisieren, ausleiten und im Nachgespräch knapp einordnen.

Praxisanteile

Üben ist Bestandteil des Lernziels – nicht nur Ergänzung

Die Übungen werden vorbereitet, demonstriert, in Partnerarbeit durchgeführt und anschließend fachlich ausgewertet.

Zentrale Übung 1

Vertrauensbildende Maßnahme

Erste vollständige Standardsitzung: Vorgespräch, Stift-Blickfixation, Entspannung, Blockadenlöser, sicherer Ort und saubere Ausleitung.

Zentrale Übung 2

Arbeiten mit Anwendungstexten

Ein geeignetes persönliches Übungsthema wird klar benannt und mit vorgegebenem Text, Suggestion, Bridge-Out und Nachgespräch bearbeitet.

Kurztraining

Hypnosestimme und Kommunikation

Dominant, ruhig-bestimmt und „hypnotisch“ sprechen, Tempo und Pausen variieren und dennoch authentisch bleiben.

Kurztraining

Convincer, Fraktionierung und Ausleitung

Testelemente erklären, Trance durch Fraktionierung steuern und verschiedene Ausleitungsvarianten sauber beenden.

Reale DHI-Unterrichtssituation mit Demonstration und angeleiteter Übung
Persönliche Anleitung statt anonymer Standardvermittlung.
Stufe 1 lebt von nachvollziehbarer Demonstration, klarer Sprache, persönlicher Rückmeldung und einem ruhigen, sicheren Aufbau der ersten vollständigen Hypnosesitzungen.

Öffentliches Curriculum

Inhaltsverzeichnis der Stufe 1

Die Tabelle zeigt Unterrichtsgegenstand und Kompetenzziel ausführlich, ohne vollständige urheberrechtlich geschützte Texte zu veröffentlichen.

LernbereichUnterrichtsinhaltKompetenzziel
RahmenRolle, Auftrag und GrenzenAuftrag und Zuständigkeit vor Beginn einer Sitzung klären; Hypnose nicht als Kontrollverlust oder Showeffekt vermitteln.
GrundlagenHypnose und TranceArbeitszustand, Aufmerksamkeit, Freiwilligkeit und Zusammenarbeit verständlich erklären.
GrundlagenTrancetiefePassende statt möglichst tiefe Trance anstreben; mittlere Trance als praktikablen Arbeitsrahmen einordnen.
GrundlagenKontraindikationen und ErschwernisseWarnsignale, Grenzen und Situationen erkennen, in denen nicht oder nur nach fachlicher Abklärung gearbeitet wird.
KommunikationRapportVertrauen, Kompetenz, Empathie und klare Absprachen als Grundlage der Zusammenarbeit aufbauen.
BeobachtungTrancezeichenMögliche körperliche und kommunikative Hinweise wahrnehmen, ohne daraus einen Tiefenwettbewerb zu machen.
VorbereitungRaum und SettingLicht, Geräusche, Sitz- oder Liegeposition, Decke, Musik und störungsarme Rahmenbedingungen organisieren.
VorbereitungVorgesprächZiel, Auftrag, Erwartungen, Ablauf und Notfallsignale kurz und eindeutig klären.
TechnikHypnosetests / ConvincerTests fachlich einordnen und als Beobachtungs- oder Einleitungselement verwenden, nicht als Vorführung.
TechnikBlickfixationEine einfache, nachvollziehbare Fixationseinleitung anleiten und sauber fortführen.
TechnikEntspannungseinleitungEine textgestützte Einleitung ruhig, klar und mit passender Stimme durchführen.
TechnikKonfusionseinleitungKonfusion als alternative Einleitungsform kennen und ihre Grenzen berücksichtigen.
TechnikFraktionierungTrance durch kurzes Öffnen und erneutes Schließen der Augen steuern und bei Bedarf auf ein passendes Niveau bringen.
SitzungsaufbauBridge-InZwischen Einleitung und Anwendung eine passende Vertiefung beziehungsweise Ressourcenaktivierung einsetzen.
SitzungsaufbauAnwendungEinen klar umrissenen Anwendungstext fachgerecht und klientenbezogen führen.
SitzungsaufbauSuggestionSuggestionen verständlich formulieren, vorgegebene Texte sicher anwenden und die Zustimmung des Klienten beachten.
SitzungsaufbauBridge-OutDas erarbeitete Ergebnis vor der Ausleitung stabilisieren und in Ruhe nachwirken lassen.
SitzungsaufbauAusleitungNormal-, Schnell- und Scheinausleitung unterscheiden; jede Sitzung vollständig und ruhig beenden.
SitzungsaufbauNachgesprächErleben kurz einordnen, nicht überinterpretieren und die vereinbarte Nachwirkzeit berücksichtigen.
PraxisVertrauensbildende MaßnahmeEine vollständige erste Standardsitzung mit Einleitung, Blockadenlösung, sicherem Ort und Ausleitung durchführen.
PraxisArbeiten mit AnwendungstextenEinen vollständigen Ablauf mit persönlichem Thema, Anwendung, Suggestion und Übungswechsel umsetzen.
AnwendungenSelbstbewusstsein / Thema XBeispielhafte, klar begrenzte Anwendungstexte in einen vollständigen Sitzungsrahmen einordnen.
AnwendungenRaucherentwöhnung und GewichtsreduktionKomplexität, Vorgespräch, Hauptsitzung, mögliche Nachbesserung und fachliche Grenzen verstehen.
TransferFehler- und StörungsmanagementGeräusche einbeziehen, bei Abweichungen fraktionieren, nicht vorschnell abbrechen und Hilfe holen.
AbschlussÜbungsauftrag und ZertifizierungVorgesehene Übungen regelgerecht durchführen, Rückmeldung annehmen und den eigenen weiteren Übungsbedarf benennen.

Sicherheit, Ethik und Berufsrahmen

Professionelles Handeln beginnt mit klaren Grenzen

Stufe 1 vermittelt keine Heilerlaubnis. Therapeutische oder medizinische Tätigkeiten dürfen nur innerhalb der jeweils vorhandenen gesetzlichen und beruflichen Befugnis ausgeübt werden.

Freiwilligkeit und Transparenz

Der Klient wird über Ablauf, Ziel und Grenzen informiert, geht freiwillig in Trance und kann jederzeit kommunizieren. Showeffekte, Zwang und verdeckte Manipulation gehören nicht zum Ausbildungsziel.

Passende Trance statt Tiefenwettbewerb

Entscheidend ist ein sicherer Arbeitszustand. Eine flachere Trance kann fachlich völlig ausreichend sein. Bei Unsicherheit wird stabilisiert oder fraktioniert.

Vollständige Ausleitung

Jede Übung und jede spätere Sitzung wird sauber beendet. Auch wenn der Klient bereits wach wirkt, wird der vereinbarte Abschluss vollständig durchgeführt.

Befugnis und Weiterverweisung

Bei ungeklärter Eignung, Krise oder medizinischem Abklärungsbedarf wird nicht eigenmächtig weitergearbeitet. Die passende Fachstelle wird einbezogen.

Hinweis zur Abschlussbezeichnung: „Zertifizierter Hypnotiseur DHI“ ist eine institutsinterne Qualifikationsbezeichnung. Sie ist kein staatlich geregelter Berufsabschluss und ersetzt keine gesetzlich erforderliche Heilerlaubnis.

Organisation der Ausbildung

Welche Ausbildungsform passt zu Ihnen?

Der fachliche Inhalt bleibt gleich. DHI 1.0 bündelt Unterricht und Praxis vollständig vor Ort; DHI 2.0 verteilt Live-Unterricht und praktische Zertifizierungsanteile auf getrennte Termine.

Realer DHI-Vollpräsenzunterricht mit Demonstration und Seminargruppe
DHI 1.0 Vollpräsenz

Kompakt vor Ort lernen und üben

Theorie, Demonstrationen, Rückfragen und Übungen finden innerhalb des zusammenhängenden Präsenzblocks statt.

  • direkter Austausch im Seminarraum
  • Übungssequenzen unmittelbar nach der Demonstration
  • kompakter Ausbildungsweg für Stufe 1 und 2
Vollpräsenz ansehen
DHI Live-Hybrid-Unterricht
DHI 2.0 Live-Hybrid

Live online lernen, separat vor Ort üben

Die Theorie wird persönlich live unterrichtet. Für Anwendung, Feedback und Zertifizierung kommen gesonderte Präsenz-Übungstage hinzu.

  • kein Selbstlernkurs und keine reine Videoausbildung
  • Live-Rückfragen während des Unterrichts
  • praktische Übung und Zertifizierung vor Ort
Live-Hybrid ansehen